MfG17 Fahrer: Jochen K.

Warum willst Du den Mainfranken Graveller fahren?
»Muss ja …« – im Ernst: Den Mainfranken Graveller gibt es (auch), weil ich ihn fahren will. Ich mag es einfach, wenn eine Radtour eine Art Motto hat, ein Konzept … mein Konzept hier war, grob gesagt, »all you can ride«: Vier Mittelgebirge auf einmal, ohne die Region verlassen zu müssen, das hat schon einen ganz besonderen Reiz. In der Rhön und den Haßbergen bin ich eh regelmäßig unterwegs, im Ochsenfurter Gau war ich auch schon öfter. Spessart und Steigerwald hatte ich bisher noch nicht so sehr unter den Rädern, der Mainfranken Graveller gibt mir nun die Möglichkeit, alles in einen Track zu packen. Das schönste aber ist, dass anderen dieses Konzept ebenfalls gefällt und sie diese Tour zur gleichen Zeit wie ich fahren werden. Da wird es sicher abseits vom Start über die Tage hin die eine oder andere Begegnung, das eine oder andere Schwätzchen geben – darauf freue ich mich besonders.

 

Wie sieht Dein Setup aus: Fahrrad, Taschen, Gepäck, …?
Ich fahre natürlich mit dem Hook, ich habe keine Wahl und brauche sie derzeit auch nicht. Das Setup ist seit längerem erprobt, die Apidura-Satteltasche ist ein Muss schon seit letztem Jahr. Die große Apidura-Rahmentasche kommt ebenfalls mit plus eine Lenktertasche – ob Apidura oder Eigenkonstruktion, steht derzeit noch nicht fest. Zusätzlich werde ich einen kleinen Rucksack mit Trinkblase (2L) mitnehmen, für leichtes Gepäck, Einkäufe und v.a. Wasservorräte, denn mit Wasser kann man vom Kaffee oder Tee über den Eintopf alles mögliche recht einfach zubereiten. Das Schlemmermenü wird in einer Gaststätte eingenommen …

 

Fährst Du öfter »lange Dinger«?
Lang ist relativ, aber ich habe über die Jahre die Lust an kurzen Feierabendrunden eher verloren – halber Tag, ganzer Tag, mehrere Tage: das gefällt mir besser. Mir gefällt einfach, aus eigener Kraft und mit relativ einfacher Technik überall hin fahren zu können – ich brauche zwar länger als mit Auto oder Bahn, aber der Genussfaktor ist ungleich höher. Und seit dem Candy weiss ich nicht nur das Selbstversorger-Fahren zu schätzen, sondern auch, wenn noch ein paar Leute mehr unterwegs sind, mit denen man am Abend noch zusammensitzen und sich austauschen kann.

 

Hast Du eine zeitliche Strategie?
Darüber grübele ich die ganze Zeit – eigentlich möchte ich am Dienstag finishen, vermutlich wird das eher Abend oder Nacht werden. Am Samstag will ich auf jeden Fall den Spessart weitgehend abhaken, bis kurz vor Rieneck, am Sonntag die Rhön komplett, am Montag die Haßberge und ein wenig Steigerwald, am Dienstag den restlichen Steigerwald und den Ochsenfurter Gau. Das ist ambitioniert, ich halte mir den Mittwoch noch frei, um mir keinen unnötigen Druck zu machen. Samstag und Sonntag werden auf jeden Fall die härtesten Tage sein, was Strecke und vor allem Höhenmeter angeht.


Jochen K. (*1968) lebt und arbeitet in Würzburg. Er ist neben der Region Mainfranken GmbH verantwortlich für die Idee des Mainfranken Gravellers und hat den Track entwickelt.