MfG17 Fahrer: Klaus M.

Warum willst Du den Mainfrankengraveller fahren?
Ganz einfach, ich fahre für mein Leben gern Rad, gemütlich und sportlich, kommt halt darauf an, wo und mit wem. Ich habe meine (insgesamt acht) Räder zum Teil selbst aufgebaut bzw. umgebaut/modifiziert. Solange ich noch berufstätig war, habe ich mindestens einmal im Jahr eine größere Tour unternommen – nun habe ich Zeit ohne Ende und kann das natürlich öfter tun.
Die Motivation ist einfach Spaß am Radeln. Früher bin ich vor allem mit der Rennmaschine unterwegs gewesen, das hat sich in den letzten Jahren mehr zum MTB und Tourenrad verschoben. Die langen Touren mache ich entweder mit dem Koga oder meinem Gekko.

 

Wie sieht Dein Setup aus: Fahrrad, Taschen, Gepäck, …?
Ich fahre mit meinem Koga Signature. Das Rad habe ich modifiziert mit einem Salsa Woodchipper, TRP HyRo Bremsen und der Shimano Sora Schaltung – ursprünglich hatte das Rad einen Flatbar sowie XT Schaltung und Bremsen. Der Umbau der Schalt- und Bremsanlage war wegen des Lenkers notwendig, da ich vorne 3-fach und hinten 9-fach fahre, gibt es auf dem Markt nichts anderes. Den Umbau habe ich im Frühjahr für den Candy gemacht.

Das Koga Signature vor …

… und nach dem Umbau.

Die Taschen habe ich von Ortlieb (Rahmen), Sea to Summit (Lenkerrolle) und KTM (Seatpostbag); je nach Wetterlage und Temperatur kommen hinten noch die Arkeltaschen an den Gepäckträger.

 

Fährst Du öfter »lange Dinger«?
Seit 1992 mache ich Radtouren – das Bikepacking mache ich aber erst seit letztem Jahr. Da bin ich bei der GST16 gestartet, musste aber bereits am zweiten Tag aufgeben, da ich mit meinem MTB unterwegs war und ich mit der Lochplatte [Anm.: Kolonnenweg] nicht zurechtkam.

Ich hab die Tour dann im August 2016 mit meinem Fatbike problemlos fahren können.

Heuer waren es eine Tour von Franzensfeste nach Villach im April. Dann der Candy bis kurz vor dem Hainich (abgebrochen infolge Kälte und Dauerregen), danach eine Triketour über den Vogelsberg, Fulda- und Weserradweg von Windecken ins Schaumburger Land, eine MTB Rundtour von München ins Vinschgau und zurück, dann die BTG2017 und zum Schluss eine Triketour nach Wien.

 

Hast Du eine zeitliche Strategie?
Eine echte Strategie habe ich eigentlich noch nie gehabt bei meinen Touren. Ich nehme mein Tarp, ein Moskitonetz gegen Besuch aus der Fauna, Schlafsack und isolierende Luftmatratze mit, so dass ich, was die Übernachtung betrifft, autark und gesetzeskonform im Wald übernachten kann. Allerdings bin ich flexibel – Zeltplatz / Hotel / Gasthaus / Pension ist auch nicht ausgeschlossen, das entscheide ich je nach körperlichem Zustand und Wetterlage.
Am Rad ist ein SON Nabendynamo und ausreichend Licht von BuM vorhanden. Ich fahre so etwa 80 bis 120 km am Tag, kommt auf die Welligkeit der Gegend an.

 


Klaus M. (*1949) wohnt in München und genießt seit einem Jahr den Ruhestand. Zuvor hat er ein Konstruktionsbüro für Hoch- und Tiefbau betrieben.