Ben Reder

Arbeiten am Puls der Zeit

Ben Reder, 32, aus Weisbach im Landkreis Rhön-Grabfeld ist Abteilungsleiter Softwareentwicklung im Bereich Elektromobilität bei Preh. In seinem Team beschäftigt er sich nicht nur mit zukunftsweisenden Fragen, sondern treibt auch die Entwicklung der Elektromobilität maßgeblich voran. Wie sich das anfühlt und warum Mainfranken genau der richtige Ort dafür ist, hat er uns im Interview erzählt.

Herr Reder, schildern Sie uns doch bitte kurz Ihren Werdegang.

Gebürtig komme ich aus Karlsruhe. In Regensburg habe ich Elektrotechnik studiert. 2008 bin ich zu Preh gekommen, wo ich zuerst in der Klimaanlagenentwicklung tätig war. 2010 bin ich dann in eines der ersten Batteriemanagement Projekte bei Preh gewechselt. Dieses hat 2008 noch mit einem kleinen Projektteam von acht Mitarbeitern begonnen. Mittlerweile wurde ein eigener Bereich für Elektromobilität bei Preh gegründet welcher innerhalb kürzester Zeit auf rund 70 Entwickler am Standort Bad Neustadt gewachsen ist. Ich selbst leite inzwischen die Abteilung Softwareentwicklung mit 30 Mitarbeitern.

Der Bereich Elektromobilität wächst rasant im Hause Preh. Wohin geht der Weg?

Preh hat schon jetzt eine führende Rolle im Bereich der Elektromobilität übernommen. Alle großen Automobilhersteller wollen in diesem Bereich vorankommen. Der BMW i3 und der i8 fahren aktuell bereits mit unserem Batteriemanagement, und wir sind im Gespräch mit vielen weiteren Unternehmen, die auf Elektromobilität setzen. Da gibt es jede Menge Chancen für unser Innovationspotenzial – es bleibt also spannend!

Was muss man sich als Laie unter dem Batteriemanagement eines Elektroautos vorstellen?

Die Batterie ist das Herz eines jeden Elektroautos. Umso wichtiger ist es, dass sie sicher läuft. Dazu ist es nötig, den Zustand jeder einzelnen Batteriezelle zu überwachen und gegebenenfalls Schutzmaßnahmeneinzuleiten. Auch die verbleibende Batterieleistung, also die Reichweite, muss möglichst genau bestimmt werden. Genau das übernimmt ein Batteriemanagement System. Unsere Technik sieht man hierbei aber gar nicht, sie arbeitet komplett im Verborgenen.

Sie glauben an den Durchbruch des Elektroautos?

Absolut! Die Elektromobilität wird sich im Autobereich durchsetzen, davon bin ich überzeugt. Die Technik dafür ist vorhanden, die gewünschten höheren Reichweiten und Leistungen sind auch bald machbar. Es ist nur noch eine Frage der Zeit. Wichtig dabei ist jedoch, dass das Ganze mit sauberem Strom funktioniert. Regenerative Energien und Elektromobilität müssen hierbei Hand in Hand gehen.

Sie haben Elektrotechnik studiert und sind dann aufs Land gezogen. Ein nicht ganz typischer Lebenslauf.

Durch mein Studium in Regensburg habe ich mich an das Stadtleben gewöhnt. Anfangs habe ich mich schon gefragt: Was mache ich denn in Bad Neustadt und der Rhön außer arbeiten? Doch das hat sich schnell gefunden, denn vor Ort habe ich erst gelernt, was diese Region an Natur, Kultur und Freizeitmöglichkeiten zu bieten hat. Ich habe über einen tollen Job auch eine tolle Region kennengelernt! Sei es beim Mountainbiking oder Paragliding, ich bin in der Rhön viel aktiver geworden als damals in der Stadt – hier gibt es so viele Möglichkeiten, seine Freizeit in der Natur zu gestalten.

Das geht Ihren Kollegen doch mit Sicherheit genauso?

Ja, die „Preh‘ler“ identifizieren sich schon sehr stark mit dem Unternehmen, aber auch mit der Region. Trotz der Internationalität haben wir hier unsere Wurzeln. Dadurch ist vieles im Umgang miteinander unkompliziert.

Zusammengefasst, was macht Preh für Sie so besonders?

An Preh schätze ich vor allem das Familiäre. Viele Mitarbeiter haben hier ihre Ausbildung absolviert und bleiben dann auch gerne. Dadurch kennt man sich einfach! Das macht das Arbeiten hier in vielerlei Hinsicht zu etwas Besonderem.

Vielen Dank, Herr Reder, für das angenehme Gespräch!