Bodo Burkhard

Die Welt gesehen – in Würzburg Wurzeln geschlagen

Bodo Burkhard, 38, leitet bei Koenig & Bauer die Abteilung Business Development und hat damit großen Einfluss auf die zukünftige strategische Ausrichtung des Unternehmens. Nach beruflichen Stationen im Ausland und anschließender Weltreise hat es den Würzburger wieder in seine Heimat verschlagen. Was er an der Region und seinem Job so schätzt, verrät er uns im Interview.

Herr Burkhard, was haben Sie vor Koenig & Bauer gemacht?

Ich bin in Würzburg groß geworden und habe hier an der Julius-Maximilians-Universität Betriebswirtschaftslehre studiert mit einigen Auslandsaufenthalten und Praktika. Nach dem Abschluss 2008 bin ich für einige Jahre in die Unternehmensberatung gegangen und war sehr viel unterwegs: unter anderem in den USA, in Frankreich, in den Niederlanden,…

Also haben Sie erst einmal das Weite gesucht?

Genau so kann man das sehen. Meine heutige Frau hat es beruflich dann nach Heidelberg verschlagen, so dass wir fünf Jahre lang erst einmal eine Fernbeziehung geführt haben. Beruflich war das eine sehr spannende Zeit, mit einer hohen Lernkurve, aber eben auch vielen familiären Entbehrungen. Mitte 2013 haben wir uns eine gemeinsame Auszeit genommen und uns während einer langen Reise intensiv Gedanken gemacht, wo wir uns beruflich und familiär niederlassen wollen. Und das war Würzburg.

Was hat für Ihre alte Heimat gesprochen?

Neben der Familie und dem Freundeskreis war ausschlaggebend, dass wir uns in der Region immer wohlgefühlt haben. Das hat auch mit der Natur zu tun, die wir sehr genießen. Zudem hat sich bei Koenig & Bauer mit meinem jetzigen Job eine wirklich spannende Chance ergeben, die es zu nutzen galt.

Wie sah die genau aus?

2015, zum Ende der großen Restrukturierung des Konzerns, wurde ich damit betraut, eine neue Abteilung für Unternehmensentwicklung aufzubauen. Im Kern geht es darum, die Zukunft des Konzerns mitzugestalten, was sehr spannend und abwechslungsreich ist. So kümmern wir uns um die Diversifikation unseres Produktportfolios, aber auch um die stetige Verbesserung unserer internen Abläufe sowie die Vernetzung mit der Region. Ich leite aktuell ein siebenköpfiges, buntgemischtes Team, mit dem die vielfältige Arbeit viel Freude macht und nie langweilig wird. Ein großes Thema, das uns aktuell – und verstärkt auch in Zukunft – beschäftigt, ist die Digitalisierung – als Herausforderung und natürlich vor allem als Chance.

Sie haben einen verantwortungsvollen Beruf, welche Rolle spielt da Work-Life-Balance für Sie?

Für mich bedeutet es vor allem Familie, Sport und Natur – das ist der Ausgleich, den ich zu diesem fordernden Job brauche. Mein Aufgabengebiet ist sehr abwechslungsreich, so dass der Bedarf nach Work-Life-Balance bei mir zumindest nicht aus Monotonie heraus entsteht. Wichtig ist mir natürlich auch, meinem Team einen entsprechenden Ausgleich zu ermöglichen.

Sie erwähnten eben die Natur: Wo zieht es Sie in Mainfranken immer wieder hin?

Da fallen mir spontan drei Lieblingsorte ein: Zum einen die Mainschleife, weil es sich immer wieder wie Urlaub anfühlt – und das direkt vor der Haustür. Zweiter Ort ist auf jeden Fall der Spessart, wo ich gerne durch die alten Eichenwälder laufe. Das ist Erholung pur für mich. Ansonsten bin ich wirklich gerne in Würzburg: durch die Innenstadt zu schlendern, über die alte Main-Brücke oder am Main entlang – da fühle ich mich immer wohl.

Kommen wir noch einmal zurück zu Ihrem Arbeitgeber. Was schätzen Sie an ihm besonders?

Für mich ist Koenig & Bauer einer der spannendsten Arbeitgeber in der Region, da ich wirklich begeistert bin von den Produkten, der Kultur und der Unternehmenshistorie. Zum anderen schätze ich die soziale Verantwortung und die Art, wie unser Vorstandsvorsitzender, Claus Bolza-Schünemann aus der familiären Tradition heraus das Unternehmen führt. Hinzukommen hohe Freiheitsgrade, Tradition und Innovationsgeist sowie Internationalität– das ist für mich die perfekte Mischung.

Und was motiviert Sie beruflich für die Zukunft?

Als Abteilung haben wir den klaren Auftrag, die Diversifikation und die zukünftige Ausrichtung der Koenig & Bauer-Gruppe voranzutreiben. Hier im Rückblick sagen zu können, dass wir, gemeinsam mit dem Vorstand, das Unternehmen zukunftssicher aufgestellt haben, motiviert mich ganz persönlich.

Zum Abschluss: Print hat Zukunft, weil…?

…die Digitalisierung immer wieder neue gedruckte Produkte hervorbringt!