Viktoria Grote

Den Wandel aktiv
mitgestalten

Viktoria Grote, 31, arbeitet im Marketing für
digitale Abo-Angebote bei der Mediengruppe Main-Post. Dafür ist sie aus dem etwa 280 Kilometer entfernten Höxter/Nordrhein-Westfalen in die unterfränkische Mainmetropole Würzburg gezogen. Warum sich dieser Umzug sowohl beruflich als auch privat gelohnt hat, hat sie uns im Interview erzählt.

Frau Grote, wie sieht Ihr beruflicher
Werdegang aus?

Nach meiner Schulzeit in Höxter bin ich zum
Studium nach Gießen gezogen. Dort habe ich
Personalmanagement, Marketing und Wirtschaftspädagogik studiert. Wie so viele Uni-
Absolventen wusste ich aber nach meinem Abschluss nicht so genau, was ich beruflich machen wollte, außer dass es mit Medien zu tun haben sollte.

Für mich war das Trainee-Programm bei der Würzburger Medienakademie (WÜma) deshalb genau richtig. Hier konnte ich erst einmal in unterschiedliche Medienhäuser hineinschnuppern und mich in verschiedenen Bereichen ausprobieren. Dass ich letztendlich mal bei einer Lokalzeitung landen würde, hätte ich dabei nie gedacht. Denn für mich klebte an lokalen Tageszeitungen immer ein etwas verstaubtes Image.

Während meiner Trainee-Zeit bei der Main-Post merkte ich aber schnell, dass es hier alles andere als altbacken zugeht. Vielmehr wurde ich von der Begeisterung mitgerissen, in einem relativ jungen Team den digitalen Wandel eines Traditionsmedienhauses aktiv mitzugestalten. Und dieses Gefühl, selbst etwas bewegen zu können, motiviert mich Tag für Tag bei meiner Arbeit.

Was schätzen Sie darüber hinaus noch an der Arbeit bei der Main-Post?

Auf jeden Fall die familiäre Atmosphäre eines mittelständischen Unternehmens. In einigen Praktika habe ich erfahren, wie unpersönlich es in großen Firmen zugehen kann. Hier ist das ganz anders. Das Verhältnis zum Chef und den Kollegen passt einfach. Selbst in den Pausen sitzen wir häufig im Team zusammen und lachen dabei nicht selten über die Besonderheiten der fränkischen Sprache: Wenn ich mit meinem Strohhalm trinke und die einheimischen Kollegen an ihrer Limo „züllen“.

Da sie gerade über die Besonderheiten des Fränkischen sprechen: Was macht die Region hier für Sie so besonders?

Speziell an Würzburg gefällt mir, dass die Stadt alles bietet, was eine Großstadt bieten muss, die Wege aber trotzdem kurz sind. Von meiner Wohnung im Stadtteil Frauenland aus kann ich eigentlich alles zu Fuß oder mit dem Rad erreichen, egal ob Supermarkt, Kino oder Fitnessstudio.

Gibt es einen Ort, an den es Sie hinzieht, wenn Sie einmal richtig abschalten wollen?

Oh ja! Wenn ich einfach mal alles hinter mir lassen möchte, fahre ich mit dem Mountainbike durch die Stadt und hinüber auf die andere Mainseite ins Steinbachtal. Direkt am Waldrand, umgeben von den vielen kleinen Brunnen, fühlt man sich wie in einer anderen Welt. Das ist einfach perfekt zum Entspannen und Sporttreiben!

Vielen Dank, Frau Grote, für die interessanten Einblicke und das nette Gespräch.