Maurice Naumann

Arbeiten an der Mobilität von morgen

Maurice Naumann, 32, aus dem Leipziger Umland, ist Entwicklungsingenieur im Bereich Berechnung und Simulation bei der ZF Friedrichshafen AG am Standort Schweinfurt. In seinem Team beschäftigt er sich nicht nur mit technisch anspruchsvollen Projekten, sondern arbeitet auch an der Entwicklung von Fahrzeugteilen mit, die unsere Mobilität in Zukunft verändern werden. Warum er gerne bei ZF arbeitet und wie er in der Region eine neue Heimat gefunden hat, erzählt er im Interview.

Herr Naumann, wie kamen Sie zu ZF?

Über Umwege. Eigentlich hatte ich vor, in der Luft- und Raumfahrtindustrie zu arbeiten. Zum Ende meines Studiums in Berlin arbeitete ich beim Bundesanstalt für Materialforschung und-prüfung (BAM), wo ich an Kompositwerkstoffen forschte. Es dauerte nicht lange, da erhielt ich über einen Headhunter die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch bei ZF. Schon bei der ersten Begegnung mit dem Konzern fühlte es sich richtig an, hier zu arbeiten, und so habe ich nicht lange überlegt. Seit sechs Jahren lebe ich jetzt mit meiner Familie in Schweinfurt und ich kann damals wie heute sagen: Es war die richtige Entscheidung.

Wie sieht ein typischer Arbeitsalltag aus?

Hier im Entwicklungszentrum berechne ich zusammen mit vier anderen Kollegen die Lebensdauer von Fahrzeugteilen in den Bereichen Nutzfahrzeuge, PKW und E-Mobilität. Wir simulieren mit unseren Methoden die Beanspruchungen eines ganzen Fahrzeuglebens auf das Bauteil und beziehen dabei auch die Schwingungsanregungen mit ein. Ich sitze also entweder vor dem Rechner (die meiste Zeit) oder stehe am Prüfstand, wo wir die theoretischen Berechnungen in die Praxis umsetzen. Es ist natürlich immer ein ganz besonderer Glücksmoment für mich, wenn die Vorhersagen zutreffen und wir unsere Arbeit im Team gut bewältigt haben.

Fiel es Ihnen schwer, von Berlin nach Schweinfurt zu ziehen?

Nein, gar nicht, das Gesamtpaket passte einfach. ZF ist ein großer Automobilzulieferer, der in vielen Bereichen eine Vorreiterrolle einnimmt und weltweit agiert. Hier kann man an Projekten mitarbeiten, die unsere Mobilität in Zukunft verändern werden, und das in einem internationalen Arbeitsumfeld. Man spürt, vor allem im hochmodernen Entwicklungszentrum, in dem ich tätig bin, einen ganz besonderen Spirit, der sich auf das eigene Arbeiten überträgt und alle motiviert. Die Bezahlung ist gut, zudem kann ich meine Arbeitszeit flexibel gestalten, so dass sich auch Job und Familie gut miteinander vereinbaren lassen. Außerdem bieten Schweinfurt und Umgebung viele Möglichkeiten der abwechslungsreichen Freizeitgestaltung. Kurzum: Die Work-Life-Balance stimmt.

Haben Sie lange gebraucht, um sich hier einzuleben?

Nein, das ging sehr schnell. Dadurch, dass viele Kollegen ebenfalls nach Schweinfurt zugezogen sind, verbinde ich mit vielen auch dieselben Erfahrungen. Aus einigen Bekanntschaften zu Beginn sind mittlerweile enge Freundschaften entstanden. Auch der Einstieg bei ZF selbst gelang mir leicht, weil ich mich, wie gesagt, von Anfang an wohl gefühlt habe.

Was gefällt Ihnen an der Region Mainfranken?

Anfangs fehlte mir der Trubel, heute weiß ich aber die Vorteile zu schätzen, die das Leben für eine Familie in einer eher ländlich geprägten Region bietet. Etwa, dass ich ganz entspannt mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren kann. Schweinfurt selbst bietet eine Menge Abwechslung für seine Stadtgröße, uns fehlt es hier an nichts. Und dann sind da ja auch noch Bamberg und Würzburg mit ihrem studentischen, ja manchmal schon berlinerischen Flair, die beide nicht weit entfernt sind und die ich mit meiner Familie gerne besuche.

Vielen Dank, Herr Naumann, für das angenehme Gespräch!